Start

Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

Service

» Aktueller Tipp

Neue Wege zu Bachs Markus-Passion?

Johann Sebastian Bachs Passionen des Johannes und Matthäus sind unverrückbar fester Bestandteil des vorösterlichen Konzertgeschehens unserer Tage und Programme aller namhaften Labels. Und doch bleibt die Frage: Was ist mit den Evangelien des Markus und Lukas? Eingespielt sind – rekonstruierte – Vertonungen beider Texte, darunter bemerkenswerte Annäherungsversuche unter den Leitungen von Ton Koopman oder Roy Goodman. Eine weitere „Markus-Passion“ legte jetzt das Ensemble amarcord vor – und geht damit einen neuen, interessanten Weg. ...weiter lesen...

Kunstvolles Glaubensbekenntnis

Auch wenn Schubert seine geistliche Musik wohl nicht primär als Ausdruck seines persönlichen Glaubens schuf, rührt die Einspielung seiner As-Dur-Messe mit dem Windsbacher Knabenchor und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin doch wie ein tiefes Bekenntnis an. Einen ausgesprochenen Auftrag für dieses Werk hatte der Komponist nämlich nicht. Stattdessen lernt der Hörer hier einen privaten Schubert kennen, der seine religiösen Gedanken musikalisch formuliert. ...weiter lesen...

Nabelschau im Mairegen

14 neue Lieder hat der „Bunte Hund“ wieder geschrieben und sie für sein 25. Studioalbum auf Tonträger gebannt: „Mairegen“ heißt die neue CD von Liedermacher Reinhard Mey. Sie ist ruhiger, introvertierter und intimer als die Vorgängerplatten. ...weiter lesen...

„Neue Helden“ von den alten Hasen

Je älter die EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung) wird, desto schärfer profiliert sich die österreichische Band um Klaus Eberhartinger und Klaus Spitzer als Kommentator, der es nicht mehr bei kritischen Untertönen belässt, sondern seine Stimme immer deutlicher und lauter erhebt. Die aktuelle CD „Neue Helden“ ist absolut auf der Höhe der Zeit und ein passabler Beweis mehr für die sprachgewandte Wachheit dieser Alpenrocker. ...weiter lesen...

Mit dem Wahnsinn an die Börse

Der Kabarettist Hagen Rether merkte jüngst an, dass die Gier der Anleger die der Investmentbanker erst geweckt habe. Doch da ist noch etwas: Das Streben nach Macht, um Einfluss nehmen zu können – ein Eifer, der von den Protagonisten nicht selten euphemistisch als Gestaltungswille bezeichnet wird. Katharina Münk ist mit ihrem Roman „Die Insassen“ eine satirische Parabel gelungen, die eben jenes Phänomen unterhaltsam aufnimmt. ...weiter lesen...

Vokaler Adventskalender

Für alle, denen Bing Crosbys „White Christmas“ zum Ohr raushängt und die ihre Vorweihnachtszeit auch abseits von klingelingenden Schneeglöckchen, rotnasigen Rentieren und stillen Nächten musikalisch unterlegen wollen, bietet die A cappella-Band Viva Voce mit „Wir schenken uns nix“ eine äußerst gelungene Alternative. ...weiter lesen...

Trost statt Trauer

Das Mozart-Requiem gehört mit Bachs Matthäuspassion und Händels Messias sicherlich zu den am meisten auf Tonträger gebannten Oratorien. Alle drei kommen auf über hundert „Treffer“, sucht man in einschlägigen Klassik-Katalogen danach. Hier also von „Neueinspielungen“ zu sprechen, hat mittlerweile etwas ungewollt Komisches. Und doch schafft es gerade das Mozart-Requiem des Windsbacher Knabenchores unter Karl-Friedrich Beringer, jene Musik in neuem Licht erscheinen zu lassen – und das wortwörtlich. ...weiter lesen...

Händels Cembalo-Suiten auf einem Steinway D?

Ragna Schirmer hat – pünktlich zum Händel-Jahr 2009 – auf drei CDs die Cembalo-Suiten des Hallenser Tonsetzers eingespielt. Dass der Gehalt dieser Meldung über die reine Information hinausgeht, liegt an dem Wagnis, sich diesen Werken eben nicht auf dem Cembalo, sondern auf dem modernen Konzertflügel zu nähern. ...weiter lesen...

Der neue Strunk: Antiheld im Freizeitstress

In seinem neuen Roman „Fleckenteufel“ kleidet sich Strunk in Psyche und Physis von Thorsten Bruhn, einem in pubertären Irrungen und Wirrungen gefangenen 16-Jährigen. Der Mikrokosmos einer evangelischen Gemeindefreizeit ist diesmal der Nährboden für die Geschichten, die Heinz Strunk mit der ihm eigenen Direktheit minutiös schildert. ...weiter lesen...

Alliage Quintett: Barock meets Saxophone

Bach und Vivaldi? Immer doch gerne! Aber mit Saxophon? Im Quartett mit Klavier? Die CD „Masquerade“ des Kölner Alliage Quintetts verwirrt ihre Hörer mit musikalischem Mummenschanz allerhöchster Güte. ...weiter lesen...

„Jesus liebt mich“ oder Showdown in Malente

Nach „Mieses Karma“, in dem der erfolgreiche Drehbuchautor David Safier („Mein Leben & Ich“) eine Fernsehmoderatorin von einem aus einer Weltraumstation herabstürzenden Waschbecken erschlagen so manche Station der Wiedergeburt durchleben lässt, widmet er sich in seinem neuen Roman „Jesus liebt mich“ einer weitaus weniger gesegneten Protagonistin: Marie im ostholsteinischen Malente. ...weiter lesen...

„Elias“ duldet keinen Widerspruch

Als Felix Mendelssohn-Bartholdy seinen „Elias“ am 26. August 1846 im englischen Birmingham uraufführte, erntete er Stürme der Begeisterung. Ob es der aktuellen Einspielung mit dem Windsbacher Knabenchor und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) unter Karl-Friedrich Beringer gelingt, ähnlichen Jubel hervorzurufen? Das Zeug dazu hat die Sony-Produktion allemal. ...weiter lesen...

Brauchbares Material: Holmqvists „Die Entbehrlichen“

„Die Entbehrlichen“ heißt der jüngste Roman der schwedischen Autorin Ninni Holmqvist, der ein Zukunftsszenario malt, in dem die Menschen in „Benötigte“ und eben „Entbehrliche“ eingeteilt werden. ...weiter lesen...

Frohe Kunde: „Noël“ mit dem Bachchor Mainz

Das Weihnachtsoratorium? Ist von Bach. Und zwar Johann Sebastian. Meistens jedenfalls. Dass das gleichnamige Werk des Franzosen Camille Saint-Saëns sein Schattendasein zu Unrecht führen kann, zeigt die Neueinspielung des Bachchors Mainz unter Ralf Otto: „Noël“ ist ein klingendes Kompendium mit Werken der französischen Romantik zum Weihnachtsfest. ...weiter lesen...

Andreas Scholl singt „Crystal Tears“

John Dowland gehört zum festen Repertoire des deutschen Countertenors Andreas Scholl. Mit seinem aktuellen Album „Crystal Tears“ widmet er sich gemeinsam mit Julian Behr (Laute) und dem Baseler Concerto die Viole den „Consort Songs“. ...weiter lesen...

Spielfreude pur: „Le Quattro Stagioni“ mit „Red Priest“

Vivaldis „Le Quattro Stagioni“, besser bekannt als schlicht „Die vier Jahreszeiten“, gehören wohl mit zu den am meisten musizierten und daher auch bekanntesten Barockwerken. Kein Wunder, dass es davon unzählige Einspielungen gibt. Und daher fast eines, wenn das Ensemble „Red Priest“ diesem Stück eine so noch nie gehörte Note abgewinnt. ...weiter lesen...

A cappella vom Feinsten: Wise Guys präsentieren „frei!“

Musste man sich in das Vorgänger-Album „radio“ erst einmal rein hören, um wirklich, allerdings dann auch nachhaltig Geschmack daran zu finden, gelingt der Kölner A cappella-Gruppe Wise Guys mit „frei!“ sofort der Sprung in das Herz des Hörers: „Ja, wir sind wieder da!“ beginnt der Refrain des ersten Songs und man will gleich mitsingen: „Na endlich!“ ...weiter lesen...

Geschichte des Pop muss neu geschrieben werden!

Songs zu covern ist eigentlich keine Kunst, denn zumindest bei bekannten Liedern macht der Wiedererkennungswert manch mangelnde Qualität sicher wett. Schwieriger ist es sicherlich, möglichst nahe an das Original zu kommen, etwas von seinem Esprit aufzunehmen und wieder zu geben. Doch was ist, wenn das zu Covernde eigentlich ureigenstes geistiges Gut ist? Wie zum Beispiel im Fall der polnischen Familie Popolski, deren musikalische Qualität man laut Eigenwerbung „eigentlich nur mit den ‚Jackson Five‛, den Brüdern Gibb oder der Musikerfamilie Bach vergleichen kann“… ...weiter lesen...

E- und U-Musik mit der Berliner „Lautten Compagney“

Wie fließend der Übergang von der ernsten zur unterhaltenden Musik sein kann, zeigt sich wohl nirgends so deutlich wie in der Tanzmusik der Renaissance. Und wie perfekt, ja packend man diese spielen kann, beweist die CD „Chirping of the nightingale – Mr. Playford’s English Dancing Master“ mit der Berliner „Lautten Compagney“. ...weiter lesen...

Reinhard Mey ist ein „Bunter Hund“

„Ich bin ein bunter Hund“, singt Reinhard Mey auf seinem 24. Album und beschreibt sich somit treffend selbst. Doch die aktuelle CD ist weit mehr als eine autobiographische Nabelschau: Gewohnt geht der Liedermacher mit den Zeichen der Zeit ins Gericht – mal schmunzelnd, mal nachdenklich, mal anklagend und melancholisch, aber immer „typisch Mey“. ...weiter lesen...

Boreout – ein neues Phänomen in der Arbeitswelt

Hektik und Stress in der Arbeit, das Gefühl des Ausgebranntseins, worunter auch das Privatleben leidet – jeder kennt das Gefühl des Burnout aus eigener Erfahrung oder der eines Kollegen oder Bekannten. Doch so unglaublich es klingt – es gibt auch das Gegenteil: den Boreout, eine Erkrankung durch Desinteresse und Langeweile – resultierend aus Unterforderung. ...weiter lesen...