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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

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» Kleinkunst

Frivoler Blick durchs Schlüsselloch

MAINZ (2. Februar 2012). Jede zwischenmenschliche Beziehung gleicht gelegentlich einer Bettdecke: Immer ist sie irgendwo zu kurz. Jo Malinke und Tetta Müller haben zum Glück zwei Plumeaus: ihre Ehe und ihr Bühnenleben als „Malediva“. Was also liegt näher, sein Publikum gleich ins Schlafzimmer einzuladen? ...weiter lesen...

Verschnupftes Trüffelschwein

MAINZ (1. Februar 2012). Aus aktuellem Anlass treibt das Thema Gier heute viele um, weswegen es auch auf die Kabarettbühne gehört. Martin Großmann hat sich dem Hunger nach immer mehr hingegeben und stellt in seinem aktuellen Programm „Trüffelschweine“ den Prototypen des gewissenlossen Spekulanten vor: Conny Kramer. ...weiter lesen...

Wenn die Ohren Augen machen

MAINZ (25. Januar 2012). Wer die Hörspiele der drei „???“ kennt, wird sich mit liebevoller Melancholie an die spannenden Momente vor einem wahrscheinlich simplen Abspielgerät erinnern, das man seinerzeit mit den Kassetten der Firma Europa fütterte. Das Wuppertaler Vollplaybacktheater vertreibt mit seinen Inszenierungen diese Wehmut schnell und verleiht dem einst Akustischen humorvolle Optik. ...weiter lesen...

Satirische Randbemerkungen

MAINZ (23. Januar 2012). Derzeit geben sie sich die Klinke in die Hand, die deutschen Ensembles-Kabaretts aus der ersten Liga: Nach dem „Düsseldorfer Kom(m)ödchen“ fegte jetzt die „Leipziger Pfeffermühle“ einmal quer durchs Gewürzregal. Auch ihr Programm verdient das Gütesiegel „Sehenswert!“. ...weiter lesen...

Was sich liebt, neckt sich

MAINZ (21. Januar 2012). Man nehme einen Flügel, eine Bühne, ein Klassik liebendes Publikum und Hans Liberg. Schon hat man die Infridenzien für einen höchst vergnüglichen Abend, in dessen Verlauf offenbar wird, wie unterhaltend Ernste Musik sein kann. ...weiter lesen...

Die Freaks und das Kabarett

MAINZ (17. Januar 2012). Das „Düsseldorfer Kom(m)ödchens“ ist Garant für gut gemachtes Ensemblekabarett, und packt seinen Spott in rasante Theaterstücke. Auch mit „Freaks. Eine Abrechnung“ ist das wieder gelungen. ...weiter lesen...

Saftige Jahresendabrechnung

MAINZ (9. Januar 2012). Angesichts einer deftigen Schlachtplatte mag den einen oder anderen Ekel vor dem leblosen Vieh erfassen: Zu viel weiß man mittlerweile über Hal- und Tötung. Doch die „Schlachtplatte“ der Herren Griess, Neutag, Nitschke und Konejung ist auch für Veganer ein Festessen, das jetzt im Unterhaus kredenzt wurde. ...weiter lesen...

Hüschs Bruder im Geiste

MAINZ (16. Dezember 2011). Gerade in der Vorweihnachtszeit kommt die Aufforderung „Langsam, langsam“ recht, auch wenn Erwin Grosche in seinem Programm „Eisgenussverstärker“ unter Entschleunigung etwas anderes versteht als die landläufige Meinung vorgibt… ...weiter lesen...

Zynisch und gut

MAINZ (8. Dezember 2011). „Hader spielt Hader“, heißt ein Panoptikum der garstigsten Nummern aus den letzten fünf Programmen des österreichischen Kabarettisten Josef Hader. Aus diesem Hinterhalt wird scharf geschossen – und gut getroffen. ...weiter lesen...

Schriller die Glocken nie klingen

MAINZ (6. Dezember 2011) Für den, der am Nikolausmorgen nichts in seinem Schuh fand, bot sich das leider nur eintägige Unterhaus-Gastspiel von Nessi Tausendschön an, um sich mit genügend „Weihnachtsfrustschutz“ einzudecken. ...weiter lesen...

Sex, Alkohol und Volksmusik

MAINZ (2. Dezember 2011). Wenn Jürgen von der Lippe auftritt, darf man den Sorgen des Alltags getrost mal „Gute Nacht“ sagen. In seinem aktuellen Programm „So geht’s“ zeigt der Komiker, wie man als Entertainer Erfolg hat. In Mainz sorgte er damit für eine ausverkaufte Phönixhalle. ...weiter lesen...

Das Schweigen des Lammert

MAINZ (15. November 2011). Dass Ensemble-Kabarett keine angestaubte Spielart vergangener Jahre sein muss, beweist die Berliner „Distel“ mit diversen Programmen und in wechselnden Besetzungen immer wieder aufs Neue. Im Mainzer Unterhaus bot man dem frustrierten Wutbürger jetzt ein passables Ventil, um seinen Frust los zu werden: Lachen. ...weiter lesen...

Wohlsein!

MAINZ (27. Oktober 2011). „Proseccopack“ heißt ein neuer Stern am Kabaretthimmel. Mit ihrem Debüt-Stück „Frau der Ringe“ haben Nora Boeckler, Melanie Haupt und Judith Jakob einmal mehr gezeigt, dass die Frauen hier auf dem Vormarsch sind. ...weiter lesen...

Der Klaviator will Schweizer werden

MAINZ (21. Oktober 2011). Für die Premiere seines neuen Programms „Goldfinger“ hatte Lars Reichow ins Mainzer Staatstheater gebeten. Mit vokaler Vertsärkung griff er gewohnt jovial in die Tasten. Verspielt hat er sich nicht – so ganz den Ton getroffen aber auch nicht… ...weiter lesen...

Der Mann hat Recht

MAINZ (17. Oktober 2011). Auch in seinem dritten Solo-Programm „Durch den Wind“ schreitet Tobias Mann die Grenzen zwischen Comedy und Kabarett ab um zu zeigen, dass es gar keine gibt. Was ihm jedoch keiner so schnell nachmacht. ...weiter lesen...

Hier japsen die Synapsen

SAULHEIM (15. Oktober 2011). Arzt ist nicht gleich Arzt und Kabarettist nicht gleich Kabarettist. Doch zum Glück herrscht sowohl im Gesundheits- wie im Unterhaltungswesen Wahlfreiheit. Und wenn der Geist mal wieder so richtig durchgeschüttelt werden möchte, sollte er sich in die Sprechstunde von Lüder Wohlenberg begeben. ...weiter lesen...

Finnische Finten

MAINZ (9. Oktober 2011). „Nordkvark“. Was mag das sein? Nach anderthalb Stunden Singen mit Fischgeruch ist man nicht unbedingt klüger. Aber bestens unterhalten. ...weiter lesen...

Vor Gericht und auf hoher See...

MAINZ (4. Oktober 2011). Was macht man, wenn man in Oberbayern „aufgewachsen wurde“, einer Region, in der die Gästezimmer Fremdenzimmer heißen? Ein möglicher Weg ist, Kabarettist zu werden. Ihn hat Claus von Wagner eingeschlagen und hier bereits eine beeindruckende Strecke zurückgelegt. ...weiter lesen...

Heinz in der Sackgasse

MAINZ (28. September 2011). In diesem Land herrscht das gesetzlich verbriefte Recht auf Meinungsfreiheit. Auch wenn es manchmal schmerzt. Mit anderen Worten: Heinz Becker ist wieder da… ...weiter lesen...

Lebensweisheiten in Noten

MAINZ (27. September 2011). Wenzel gehört zur Kleinkunst wie die Bretter zur Bühne. Der Sänger und Liedermacher ist ein scharfer Beobachter mit der Gabe, seine Verse in unglaublich vielen Schattierungen zu kolorieren. Im Mainzer Unterhaus gab er jetzt ein leider nur kurzes Gastspiel. ...weiter lesen...

Systemkritik in Beutelform

MAINZ (26. September 2011). Ein Gespenst geht um in Europa? Nein, es wohnt bereits. Und zwar in Berlin. Bei Marc-Uwe Kling. Außerdem hat es sich manifestiert und stellt als komunistisches Känguru das System in Frage – überzeugender als jede Doktrin. ...weiter lesen...

Der mit dem Puschelmikrofon fragt

MAINZ (21. September 2011). Wer wissen will, wie die Deutschen denken, der frage sie einfach: Alfons tut das seit Jahren mit sichtlichem Vergnügen, auch wenn die Antworten zuweilen recht peinlich sind, denn mit der garantierten freien Meinungsäußerung geht auch das Recht zur Blamage einher. Film ab! ...weiter lesen...

Cooles Cabaret? Jazz oder nie!

MAINZ (16. September 2011). Endlich ist „Volumen 7“ da: Pigor & Eichhorn, die musikalischsten unter den Kabarettisten und die kabarettistischsten unter den Chansonniers sind wieder da – diesmal ohne den Ulf, aber mit groovender Unterstützung zweier Jazz-Musiker, um das „CoolCabaret“ swingend zu intonieren. ...weiter lesen...

Mitternacht heißt diese Stunde

WIESBADEN (4. August 2011). Nachts, wenn bekanntlich alle Katzen grau sind, erwacht in Ulrich Tukur der Schwärmer, der mit Couplets und Chansons durch die späten Abend- und frühen Morgenstunden schweift: „Mezzanotte – Lieder einer Nacht“ heißt das Programm, mit dem der bekannte Mime die nächtliche Atmosphäre in Gesang und Spiel charmant einfängt. ...weiter lesen...

Zeitlose Klassiker

MAINZ (6. Juni 2011). Bald sind Ferien, auch im Mainzer Forumtheater unterhaus. Dort präsentierte Kabarettist Lars Reichow ein Best of seiner Nummern, deren Zeitlosigkeit pure Freude über ein Wiederhören mit alten Bekannten auslöst. ...weiter lesen...

Atemlose Anfänge

MAINZ (26. April 2011). Schlag auf Schlag kommen die Gedichte, die Georg Kreisler im Frankfurter Hof im Wechsel mit seiner Frau Barbara Peters vorträgt und die Zeit vergeht wie im Fluge, wenn man diesem großen Kabarettisten zuhört – vielleicht ein bisschen zu schnell. Doch das verzeiht man dem fast 89-jährigen Künstler, der sein Alter noch keck mit der gewohnt dickrandigen Hornbrille unterstreicht, gerne: Ihm fällt eben noch so unendlich viel ein… ...weiter lesen...

Deppen mit Smartphones

MAINZ (17. Mai 2011). „30 Jahre habe ich dumme Fragen gestellt – jetzt bekomme ich die entsprechenden Antworten“, klagt Markus Barth im Mainzer Unterhaus. Und meint die Informationsflut aus dem Internet, der er sich selbst nicht entziehen kann: Er zappelt im Netz und will endlich ausbrechen. Dafür geht der Comedian auf die Bühne. Und liefert eine grandiose Show. ...weiter lesen...

Bayerische Hausmannskost aus der ehelichen Küche

MAINZ (14. Mai 2011). Männer und Fraun, das ewige Thema. Gut, wenn es mal so richtig urkomisch angegangen wird. Das Komödiantenpaar Herbert & Schnipsi kann das. Und macht es auch: Im Unterhaus zogen sie gemeinsam in den Geschlechterkampf – stest zum Verrat bereit. ...weiter lesen...

Leichtes ohne Seichtes

MAINZ (8. Mai 2011). Robert Kreis ist ein lebendiges Archiv und bewahrt akribisch die damals frivole und heute anrührend harmlose Unterhaltungsmusik mit ihren Couplets und Conférencen der 20er und 30er Jahre. Doch staubiges Konservieren ist die Sache des gebürtigen Holländers nicht, was er jüngst in den Mainzer Kammerspielen einmal mehr vital unter Beweis stellte. ...weiter lesen...

Anarchist des Geistes

MAINZ (1. Mai 2011). Von der Mattscheibe hat er Abschied genommen, im Juni kommt er ins Kino: Kurt Krömer, der Berliner Ausnahmekomiker. Aktuell ist er auf Clubtour und servierte im Unterhaus seine delikate „Kröm de la Kröm“ – ein Abend, an dem der Protagonist sowohl mit Florett als auch mit schartigem Säbel parierte. ...weiter lesen...

Zwei Große verabschieden sich

MAINZ (28. April 2011). Trennungen tun meistens weh. In diesem Fall vor allem der Kabarettszene: Henning Venske und Jochen Busse trennen sich, zum Glück wenigstens ohne Streit. Im Mainzer Unterhaus machten die beiden legendären Urgesteine jetzt noch mal „Inventur“. ...weiter lesen...

Flickenteppich ohne roten Faden

MAINZ (18. April 2011). Auf zum „Reisparteitag“ ins Mainzer Unterhaus? Den hält der Kabarettist Thomas Reis ab, doch sein Spott über das politische System und dessen Komparsen stolpert zu oft über das eigens gestellte Bein. ...weiter lesen...

Lachend in den Abgrund schauen

MAINZ (5. April 2011). Wenn Frauen gutes Kabarett machen, dann kommen sie nicht selten aus Bayern, nehme man nur mal Luise Kinseher oder Monika Gruber. Und eben Martina Schwarzmann! Nach einer Babypause (mit nur 90 statt den üblichen 160 Auftritten pro Jahr) spielte sie jetzt vor ausverkauftem Mainzer Unterhaus ihr neues Programm „Wer Glück hat kommt“. ...weiter lesen...

Endgültige Antworten

MAINZ (1. April 2011). Männer wohnen und Frauen rödeln. Es sind die kleinen, aber wichtigen Einsichten, die das Leben zwischen den Geschlechtern erträglich machen. Viele haben dies schon erkannt, doch nur wenige verstehen es, dies so unterhaltsam auszudrücken wie der Kabarettist Horst Schroth. ...weiter lesen...

Und das Känguru hört zu

MAINZ (20. Februar 2011). Marc-Uwe Kling, Sebastian Lehmann, Maik Martschinkowsky und Kolja Richter holen ganz tief Luft und blasen mit ihrem Programm „Über Wachen und Schlafen“ kräftig den Staub von der kabarettitischen Bühne: Jung, frech und geistreich, so dass keine Wünsche offen bleiben. ...weiter lesen...

Stichworteingabe durchs Publikum

MAINZ (17. Februar 2011). Mut zur Lücke hat Bernhard Hoëcker auch in seinem aktuellen Programm „Wikihoëcker“. Der nur locker geknüpfte rote Faden gewinnt festgebunden am Halbwissen aus der Welt virtueller Lexika durch gekonntes Improvisationstheater rasch und bemerkenswert an Spann- und vor allem Tragkraft. ...weiter lesen...

Popacappellacomedy vom Feinsten

MAINZ (14. Februar 2011). Mit „The Yellow from Egg“ feiert „Ganz schön feist“ das 20-jährige Bühnenjubiläum. Und da sie sich selbst als „Partyelche“ besingen, wird auch ihr Bühnenprogramm einmal mehr zur rauschenden A cappella-Sause mit Ohrwurmpotenzial. ...weiter lesen...

Haarscharfer Tabubruch

MAINZ (8. Februar 2011). Er ist ein knallbunter Springteufel, der eine Grenze nur dann als solche akzeptiert, wenn er sie überschritten hat. Mit traumwandlerischer Sicherheit setzt Kay Ray seine Pointen – bitterböse, aber liebevoll. Sollten sie oberhalb der Gürtellinie treffen, handelt es sich um bedauerliche Querschläger. ...weiter lesen...

Sehenswerter Kinderkram

MAINZ (2. Februar 2011). Schreiende Kinder, weinende Mütter, ratlose Väter – die Gefühlswelt, in die sich der maskuline Part der Familie durch eine Geburt geworfen sieht, schwankt wie ein Schiff auf hoher See. Diese Reise tritt „Caveman“ Felix Theissen im neuen von Esther Schweins inszenierten Bühnenstück „Hi Dad!“ an: unterhaltsam und irgendwie auch informativ. ...weiter lesen...

Geistiger Höhenflug mit Loopings

MAINZ (21. Januar 2011). Der Kabarettist Martin Buchholz nennt sein ihn ernährendes Publikum ungeniert seine „Scheinwerfer“. Und das spendet gerne – vor allem Beifall. Dabei schlüpft der Berliner in die Rolle des modernen Dienstleisters und bietet dem Auditorium an, stellvertretend seinem Ärger über die politische Klasse Luft zu machen. ...weiter lesen...

Gezähmtes Widerspenst

MAINZ (19. Januar 2011). Vorhang auf für Bernd Lafrenz! Der Mime, der die Dramen und Komödien Shakespeares wie ein Meisterkoch einen schmackhaften Fond auf die Essenz zu reduzieren vermag, zaubert als Ein-Mann-Combo derzeit mit „Der Widerspenstigen Zähmung“ ein weiteres Stück gekonnt auf die Bühne. ...weiter lesen...

Wie zerkochtes Gemüse

MAINZ (18. Januar 2011). Als Französin in Deutschland erlebt man viel: an der Fleischtheke, am Frühstückstisch oder eben in der Harald Schmidt-Show. Nathalie Licard, der Akzent auf zwei Beinen, hat sich vor allem mit ihrer ungelenken Grammatik einen Namen gemacht. Und ein Buch geschrieben: „Ich bin gespannt wie gekochtes Gemüse“… ...weiter lesen...

Wenn schlechte Laune Spaß macht

MAINZ (14. Januar 2011). Matthias Egersdörfer kann lächeln! In seinem neuen Programm fällt er zuweilen aus der Rolle des Miesepeters heraus und fletscht seine Zähne gut gelaunt zur garstigen Pointe. Doch auch die Depression wieder ein rauschendes Fest: Und man fühlt gerne mit. ...weiter lesen...

Schmackhafte Schlachtplatte

MAINZ (12. Januar 2011). Vier Kabarettisten, ein Thema: 2010 und das, was auf einen in den kommenden Monaten zukommen mag. Mit gekonnten Solonummern und klassischem Ensemblekabarett erweisen sich Robert Gries, Achim Konejung, Wolfgang Nitschke und Christopher Sieber als bissige Kommentatoren der politischen Absurdität. ...weiter lesen...

Bescherung am 54. November

MAINZ (17. Dezember 2010). Himmelschreiender Nonsens trifft auf ein Spiel mit doppeltem Boden, das selbstironisch zum lockeren Possenspiel zweier durchgeknallter Clowns wird. Oder anders gesagt: Das Chaostheater Oropax feiert Weihnachten. ...weiter lesen...

Zwischen Hartz IV und Spessart VII

MAINZ (16. Dezember 2010). Schon nach wenigen Minuten denkt man nicht mehr an den möglicherweise vereisten Heimweg. Vielmehr beschäftigt einen die bange Frag: Könnte mir das gleiche passieren wie Peter Lembach? ...weiter lesen...

Süßer Keks und gesalzene Pointe

MAINZ (13. Dezember 2010). Big Reichow is watching you? Man kann ihm derzeit kaum entkommen! Aber wer will das schon? Aktuell spielt er im Unterhaus sein Weihnachtsprogramm „Himmel und Hölle“, jeden letzten Samstag im Monat kann man ab 9.05 Uhr auf SWR2 die „Musikalische Monatsrevue“ des Mainzer Kabarettisten hören und seit zwei Wochen in der lokalen Presse beim wochenendlichen Frühstück zuvor seine Glosse lesen. ...weiter lesen...

Aus dem Bauch heraus witzig

MAINZ (10. September 2010). Sascha Grammel ist nicht nur ausverkaufter Tourneekünstler, sondern auch gern gesehener Gast in den privaten TV-Formaten von Marzahns Cindy über Atze Schröder bis Mario Barth. Und so hat der agile Blondschopf das rund 100 Jahre alte Genre der Bauchrede in eine neue Generation geführt. Da ist es doch beruhigend, dass der ewige Kampf zwischen Sprecher und Puppe als beständige Komponente das Publikum immer wieder zum Lachen bringt. ...weiter lesen...

Munter am Baum gesägt

MAINZ (20. Dezember 2010). Weihnachten – kaum ein Fest ist für die Kunst eine sprudelndere Inspirationsquelle: Malerei, Musik, Dichtung – und eben für das auch Kabarett. Zuweilen vermählt sich die Kleinkunst im Schatten der Tanne auch mit einer anderen Gattung, was „LaLeLu“ mit gediegener A cappella-Comedy mühelos schafft: Die gesangliche Perfektion kommt mit locker-frechem Witz daher, ohne dass man auch nur einen Moment lang die harte Arbeit merkt, die dahinter steckt. ...weiter lesen...

Ganz großer Bahnhof

MAINZ (26. November 2010) Man würde auch an seinen Lippen hängen, läse er einzig ein Märchen vor. Doch Geschichtenerzähler Horst Evers ist nicht in der Welt von Rotkäppchen und Frau Holle zuhause, sondern lässt sich von der harten Realität inspirieren. Die allerdings gibt er in feiner vokaler Weichzeichnung wieder – auch in seinem aktuellen Programm „Großer Bahnhof“. ...weiter lesen...

Amputation einer Lebenslüge

MAINZ (18. November 2010). „Ich regel das“ – man braucht keinen mafiosen Paten, um Probleme zu lösen. Manchmal reicht auch ein Andreas Rebers. Mit seinem aktuellen Programm zeigt er der Realität die Zähne und schlägt seine satirischen Klauen kraftvoll in den Allerwertesten der Aktualität. Aufklärung tut Not – und Andreas Rebers: regelt das. ...weiter lesen...

Nichts als pubertäre Blödeleien

MAINZ (16. November 2010). Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige, sagt das Sprichwort. Mit einem Stau hatte Plaudertasche Matze Knop offenbar nicht gerechnet: Im Gegensatz zur Vorausschaubarkeit seiner Gags ließ der als Promi-Parodist bekannte Comedian sein Unterhaus-Publikum über eine halbe Stunde warten. Der Hausherr reagierte auf diesen Fauxpas dankenswerterweise mit Sektausschank – doch angesichts des Kommenden hätte man sich Hochprozentigeres gewünscht. ...weiter lesen...

Alles nur Show

MAINZ (15. November 2010). Jörg Knör? Der begnadete Parodist? Ist der noch aktiv? Aber ja! War es in 90er Jahren eine starke Fernsehpräsenz, die ihn mit öffentlich-rechtlichen wie privaten Formaten bekannt machte, hat Knör die Kleinkunstbühne wieder für sich entdeckt und gab seit langem mal wieder ein Unterhaus-Gastspiel. ...weiter lesen...

Die „Distel“ schreibt Geschichte – um

MAINZ (12. November 2010). Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung flimmerten unzählige Dokumentationen über den Bildschirm. Und allein schon angesichts der Grau-braun-Stichigkeit des Gesendeten war man schon froh über den Verlauf der Geschichte. Was aber, wenn es andersherum gekommen wäre: Nicht Ost geht zu West, sondern West zu Ost – nicht 61 Jahre BRD, sondern DDR? ...weiter lesen...

Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2011 stehen fest

MAINZ (4. November 2010) Die vom Mainzer Forumtheater Unterhaus berufene Fachjury hat die Künstler ermittelt, die mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2011 ausgezeichnet werden: Frank Lüdecke, Rainald Grebe, Ulan & Bator sowie Dota Kehr. Der Ehrenpreis geht an Klaus Peter Schreiner. ...weiter lesen...

Griff in die Mottenkiste

MAINZ (14. Oktober 2010). Der Kabarettist und Parodist Reiner Kröhnert pflegt für seine Programme stets tief in die protagonistische Mottenkiste zu greifen und fördert zuweilen bereits gefühlt mumifizierte Politprominenz zu Tage, um ihnen die ewig gleichen Plattitüden zu entlocken: „Die Renten sind sicher“, schallt es daher auch diesmal verblümt von der Bühne, wenn er dem einstigen Sozialminister die historischen Visionen auf die Lippen persifliert. ...weiter lesen...

Und es hat Xing gemacht

MAINZ (30. September 2010). Eines sieht auch die Künstlerin ein: „Sexy ist was anderes.“ So heißt nicht nur Anka Zinks neues Programm, das gilt auch für ihren kamerabewehrten Helm, mit dem sie ins Publikum linst: „Das ist für Google Inside.“ Nach „Streetview“ ginge es jetzt in die gute Stube – also auch ins Unterhaus. Doch schwarze Balken liegen bereits aus, um sein Antlitz zu verhüllen. ...weiter lesen...

In den Pfoten eines Salonbolschewisten

MAINZ (29. eptember 2010). Es ist alles wahr. Und wenn sich in die Erzählungen von Marc-Uwe Kling über seine Wohngemeinschaft mit dem kommunistischen Känguru auch nur eine kleine Notlüge eingeschlichen haben sollte, dann aus rein künstlerischen Gründen. ...weiter lesen...

Lust am Spiel(en)

MAINZ (27. September 2010). Schon allein der Name „Ass-Dur“ zeigt, wie sehr Benedikt S. Zeitner und Dominik Wagner zum Spielen aufgelegt sind. In ihrem ersten Programm „1. Satz – Pesto“ tun sie das jedoch nicht nur mit Worten, sondern auch mit Klängen – ein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin scheint also eine facettenreiche Inspirationsquelle zu sein. ...weiter lesen...

Bittersüße Wahrheiten

MAINZ (26. September 2010). Meint eine Besucherin zur anderen: „Das ist schon starker Tobak, aber man hatte ja nichts anderes erwartet.“ Und die Angesprochene erwidert schlicht: „Er sagt die Wahrheit.“ Georg Schramm, bis vor kurzem noch Insasse der öffentlich-rechtlichen „Anstalt“, hat gut daran getan, die Fernseh- zugunsten der Bühnenpräsenz zu minimieren: Hier im Unterhaus präsentiert er sein neues Programm „Meister Yodas Ende“ und begeistert einmal mehr als einer der Besten, die das deutsche Kabarett zu bieten hat. ...weiter lesen...

Ironisch intoniert

MAINZ (21. September 2010). Tut man Christiane Weber jetzt von vornherein Unrecht, wenn man ihr erstes Solo-Programm mit den gemeinsamen Auftritten mit Timm Beckmann vergleicht? Immerhin errang sie mit dem pianistischen Partner 2007 den Deutschen Kleinkunstpreis! Vergleiche bieten sich in der Tat an: Die personelle Besetzung zumindest ist identisch – Weber singt und wird am Klavier, diesmal von Burkhard Niggemeier, begleitet. ...weiter lesen...

Otto für alle

MAINZ (16. September 2010). Otto. Selbst vor Gericht würde man bei diesem Friesen auf die Formalie der vollen Namensnennung verzichten. Aber weswegen sollte sich Waalkes auch verantworten müssen? Sein geistiger Anarchismus ist nicht strafbar, sondern kreativ, hat Otto mit seinem Klamauk doch ein ganz eigenes, maßgeschneidertes und vor allem nicht kopierbares Format geschaffen. ...weiter lesen...

Laute Erziehungsmethoden

MAINZ (14. September 2010) Rabenväter und -mütter sind ja eigentlich keine netten Zeitgenossen. Es sei denn, sie heißen Gerd Knebel („Badesalz“) und Olaf Mill („Türzueszieht“), die man auch als die Frontmänner der Offenbacher Band „Flatsch!“ kennt. Mögen sie dem Wortsinn nach auch die eigene „Brut“ vernachlässigen – sie tun es, um richtig gut Musik zu machen und sich dabei unterhaltsam und mächtig über manche Themen aufzuregen. ...weiter lesen...

Wertkonservative unter sich

MAINZ (10. September 2010). Das Rheinland bringt mitunter skurrile Kabarett-Typen hervor, die gerade wegen ihres Eigensinns etwas Liebenswertes haben. Rainer Pause und Norbert Alich sind so ein Duo, das durch die hörnerne Kassengestell-Brille mit den Augen von Fritz Litzmann und Hermann Schwaderlappen die Welt und ihren Nabel beschauen. ...weiter lesen...

Wollene Clowns-Nasen

MAINZ (9. September 2010). Zwei Herren im grauen Anzug sitzen vor ihrem Publikum. Noch weiß niemand, was sie vorhaben – man kennt nur die verunsichernde Ankündigung im Programmheft des 3sat-Festivals. Bereits dort fragt man sich, was das Duo „Ulan und Bator“ denn nun ist: Dadaistische Engel? Außerirdische Propheten? Oder einfach beim Freigang ausgebrochen? Man neigt objektiv zu letzterem, heißt das Programm doch „Wirrklichkeit“. Frank Smilgies und Sebastian Krüger haben von allem etwas. Und noch viel mehr. ...weiter lesen...

Moussierende Satire-Cuvée

MAINZ (6. September 2010). So sieht die Schweizer Neutralität aus, wenn sie sich personalisiert: Andreas Thiel steht leger am Party-Tisch, ein Glas Sekt in der Hand und parliert über das Geschehen in der Welt, als ginge ihn das Ganze gar nichts an. ...weiter lesen...