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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

Service

» Musik

Kleiner Mann ganz groß

MAINZ (5. September 2010). Was es ist, das Chris de Burgh immer mal wieder nach Mainz zieht, wird einem sehr schnell klar, wenn man den Blick über den vollen Domplatz schweifen lässt: sein treues und begeistertes Publikum! Noch am Vormittag schlenderte der Barde musikalisch durch den „ZDF-Fernsehgarten“, bevor er am Sonntagabend die Open air-Bühne im Schatten des Domes erklomm – im Gepäck seine Lieblingssongs aus eigener Produktion und Cover-Versionen „seiner“ Stars. ...weiter lesen...

Im Rausch der Tiefe

EBERBACH (25. August 2010). Für den einen ist die „Kunst der Fuge“ das wasserdichte Kacheln eines sanitären Nassbereichs, für den anderen Bachs exemplarische Abhandlung für Tasteninstrumente. Was beides eint: Es muss fachgerecht gearbeitet werden. Mit Konstantin Lifschitz war ein Künstler Gast des Rheingau Musik Festivals, der vom ersten Ton an bezaubert – mit Kunst und Handwerk. ...weiter lesen...

Best of Bach

EBERBACH (21. August 2010). Dass das Rheingau Musik Festival Bachs Passionen aus dem Kirchenjahr herauslöst und als konzertantes Ereignis feiert, rechtfertigte Intendant Michael Hermann einmal maliziös mit dem Kommentar, dass zumindest das sommerliche Wetter zu Festival-Zeiten wohl mit den biblischen Begebenheiten übereinstimme. Humor im Sinne von gehobener Fröhlichkeit ist auch das Thema des „Oster-Oratoriums“ (BWV 249) von Johann Sebastian Bach, das jetzt unter der Leitung von Ulrich Stölzel in Kloster Eberbach zur Aufführung kam. ...weiter lesen...

Le musique pour le musique

MAINZ (20. August 2010). Kaum hat der meteorologische Sommer seinen Kurzurlaub beendet und kommt mit willkommener Wärme zurück an den Rhein, geht in Mainz der klangvolle zu Ende: Mit einem anrührenden Finale beendete der Mainzer Musiksommer die Saison 2010 und ließ im Konzert mit Arianna Savall und Petter Udland Johansen zum Ausklang wohltuend leise Töne anschlagen. ...weiter lesen...

Kammermusik mit konzertanter Geste

MAINZ (17. August 2010). Wer wagt, gewinnt: Mut bewiesen die Organisatoren des Mainzer Musiksommers, als sie das Konzert im Kreuzgang von St. Stephan am geplanten Ort stattfinden ließen und nicht in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den regenschweren Wolken ins Kircheninnere auswichen. Aber es blieb trocken, was ja vielleicht auch an der „Windstärke“ der Künstler lag: Die Bläserinnen des „Quintette Aquilon“ schienen die Wolken charmant in Schach zu halten. ...weiter lesen...

Ätherische Klänge aus der Retorte

EBERBACH (15. August 2010). Traditionell an Mariä Himmelfahrt widmet sich das Rheingau Musik Festival einem Komponisten und seiner Marienvesper. Doch Claudio Monteverdis Werk, das einem hier sicherlich zuerst einfällt, erklang bereits Wochen zuvor. In diesem Jahr war es stattdessen Johann Rosenmüller (1617-1684), auch wenn er selbst gar keine derartige Vesper geschrieben hat. Ihm sekundierte Jahrhunderte später Arno Paduch, Leiter des Johann Rosenmüller Ensembles, indem er aus Werken des Tonschöpfers eine Marienvesper erstellte – mit beachtlichem Ergebnis. ...weiter lesen...

Laben am barocken Buffet

MAINZ (13. August 2010). Die „Kunst des Holzes“, heißt der Name des Ensembles „L’Art du Bois“ wörtlich übersetzt. Dabei kann man das Prädikat „hölzern“ tatsächlich nur ihren Instrumenten anhängen, denn die Spielfreude der Freiburger Künstler ist alles andere: Kunstvoll und durchdacht, dabei jedoch vital und unterhaltsam kommt sie daher – lebensfroh, als hätte sich eine Marionette ihres Strippenziehers entledigt: Das Holz lebt! ...weiter lesen...

Barockes Gipfeltreffen

MAINZ (10. August 2010). Sie haben sich nie getroffen, diese beiden Großen des Barock, die beide 1685 das Licht der Welt erblickten: Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Dieses Faktum inspirierte den Schriftsteller Paul Barz anlässlich der 300. Geburtstage der beiden Komponisten dazu, in einem Theaterstück 1985 diese „Mögliche Begegnung“ nachzuholen. Gleiches gelang jetzt dem Mainzer Musiksommer in der St. Antoniuskapelle. ...weiter lesen...

Mit dem Müller unterwegs

BAD EMS (7. August 2010). „Das Wandern ist des Müllers Lust!“, beginnt Tenor Markus Schäfer im Marmorsaal des Kurgebäudes im Staatsbad an der Lahn: Auf dem Programm steht Schuberts „Schöne Müllerin“. Und es ist tatsächlich eine Reise in der Zeit, auf die er das Publikum von RheinVokal mitnimmt – was auch am besonderen Instrument liegt, auf dem ihn Pianist Tobias Koch begleitet. ...weiter lesen...

Anmutige Saitensprünge

MAINZ (5. Juli 2010). Das Amadeus Guitar Duo trägt zwar den Vornamen Mozarts im Titel, pflegt aber ein sehr viel breiteres Repertoire als „nur“ Klassisches: Bearbeitungen von Kompositionen aus allen Epochen hatten Dale Kavanagh und Thomas Kirchhoff im Gepäck, aus dem sie für den Mainzer Musiksommer ein spannendes Programm zusammenstellten. ...weiter lesen...

Britisches Understatement

MAINZ (3. Juli 2010). Welch ein Glück: Das Konzert des Mainzer Musiksommers mit Emma Kirkby in der Seminarkirche stand in wohltuendem Widerspruch zur volltönenden Ankündigung, wurde die Sopranistin doch als „Primadonna der Alten Musik“ angekündigt. Statt einer pompösen Operndiva mit mächtig Starallüren im Gepäck erlebte das Publikum hingegen eine zurückhaltende, warmherzige Künstlerin, die allein die Musik in den Vordergrund stellte. ...weiter lesen...

Musikalische Mimikri

BINGEN (30. Juli 2010). Ein Stück des Komponisten Marais trägt den Titel „Le voix humaine“ – zu deutsch: die menschliche Stimme – und dokumentiert ihre Ähnlichkeit mit dem Klang der Viola da Gamba. Insofern war es fast selbstverständlich, dass RheinVokal mit Hille Perl eine der besten Virtuosinnen auf diesem Instrument eingeladen hatte. Mit Lee Santana, Michel Godard und der Sängerin Linda Bsiri führte sie in der Villa Sachsen jetzt eine spanische Romanze auf. ...weiter lesen...

Die Messe mit dem grünen Punkt

EBERBACH (28. Juli 2010). Die ganze Welt spricht von Recycling – Johann Sebastian Bach engagierte sich auf diesem Gebiet schon vor fast 300 Jahren: In seiner h-moll-Messe (BWV 232) verwendete der Komponist im Parodie-Verfahren zahlreiche Kantatenteile wieder. Ein Konzert mit diesem Werk gestaltete in Kloster Eberbach jetzt das Ensemble Cantus Coelln auf Einladung des Rheingau Musik Festivals. ...weiter lesen...

Der Tod hat nicht das letzte Wort

EBERBACH (24. Juli 2010). Mit dem Tod hatte sich das Konzert von Camerata Vocale Freiburg und kammerorchesterbasel unter der Leitung von Winfried Toll ein sensibles Thema gestellt. In Kloster Eberbach war man Gast des Rheingau Musik Festivals und näherte sich dem Ende allen Seins mit Werken von Mozart und Wolf, um in die tröstliche Stimmung des Brahms-Requiems zu münden. ...weiter lesen...

In der Ruhe läge die Kraft

KOBLENZ (23. Juli 2010). Gleich zwei großartige, weil eigentlich ganz kleine, zurückhaltende Chorwerke präsentierte jetzt das SWR Vokalensemble Stuttgart im Rahmen seines diesjährigen RheinVokal-Gastspiels unter der Leitung von Marcus Creed in der Basilika St. Kastor zu Koblenz: Knut Nystedts „Immortal Bach“ und das „Agnus Dei“ von Samuel Barber. Desweiteren stand der Abend mit Werken von Sven-David Sandström, Heitor Villa-Lobos und Clytus Gottwald ganz im Zeichen der Verarbeitung, Beeinflussung und Abwandlung. ...weiter lesen...

Pure Leidenschaft

ELTVILLE-ERBACH (21. Juli 2010). „Is it a bird? Is it a plane? – Ist es ein Vogel? Oder ein Flugzeug?“, fragen sich die Passanten im legendären Comic-Strip von Jerry Siegel und Joe Shuster und erkennen, dass es sich denn doch um „Superman” handelt. Beim Celloton, der zur Konzertsoirée in der Kelterhalle von Schloss Reinhartshausen erklingt, darf man sich ebenfalls verwundert die Ohren reiben: „Ist es ein Bass? Oder eine Geige?“ Nein: Es ist Emmanuelle Bertrand, die ihrem Instrument hier ein Tonspektrum von beeindruckender Breite wie Tiefe entlockt. Gemeinsam mit Pianist Pascal Amoyel war sie jetzt zu Gast beim Rheingau Musik Festival. ...weiter lesen...

Kunstvoll verwobene Polyphonie

EBERBACH (18. Juli 2010). Purismus hin oder her: Ob die Marienvesper Claudio Monteverdis nun für großen Chor, kleines Vokalensemble oder doch nur für Solostimmen geschrieben wurde, beschäftigt seit jeher die Gemüter. Doch wozu? Wenn sich, wie jetzt im Rahmen des Rheingau Musik Festivals, ein vokaler Klangkörper wie der RIAS-Kammerchor anschickt, die „Vespro della Beata Vergine“ anzustimmen, erübrigt sich eigentlich jegliche Diskussion. ...weiter lesen...

Friede mitten im Weltgetümmel

EBERBACH (15. Juli 2010). „Soli deo gloria“ – allein Gott zur Ehre – steht über dem Gesamtwerk Johann Sebastian Bachs. Und somit erklang zumindest im übertragenen Sinn dieses „Gloria“ gleich drei Mal während des Rheingau-Gastspiels des Windsbacher Knabenchores: als Vivaldis festliches Oratorium (RV 589), als Satz in Schuberts Messe Nr. 2 G-Dur (D167) und eben als Bachkantate „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ (BWV 27). ...weiter lesen...

Hiobs Botschaft

MAINZ (12. Juli 2010). In bewegten Zeiten wie diesen kommen sie mit unangenehmer Regelmäßigkeit: die Hiobs-Botschaften. Und selbst so mancher Agnostiker mag erschreckende Parallelen zwischen eigenem Pech und dem Schicksal des biblischen „Mannes im Lande Uz“ erkennen, den Gott ruinierte und mit Krankheit schlug. Doch Hiob bleibt treu, verliert seinen Glauben nicht und die Disharmonien des Ringens mit dem Teufel münden letztendlich in ein überzeugtes Dur. ...weiter lesen...

Beruhigende Klänge

KOBLENZ (8. Juli 2010). Mit einem Konzert des dänischen Ensembles Ars Nova Copenhagen eröffnete RheinVokal jetzt das Festival am Mittelrhein 2010. Von SWR2 live im Radio übertragen setzte dieser Auftritt nicht nur den Maßstab der Saison, sondern auch die Tradition fort, einmal mehr die weltweit besten Vokalkünstler nach Rheinland-Pfalz zu holen. ...weiter lesen...

Klingendes Inventar

FLÖRSHEIM (30. Juni 2010). Das Rheingau Musik Festival präsentiert alljährlich Solisten und Ensembles, die man getrost bereits zum Inventar der Konzertreihe zählen kann, bei denen es auffallen würde, fehlten sie eine Saison lang. Der Dresdener Flötist Eckart Haupt ist solch ein klingendes Urgestein. In diesem Jahr trat er mit der Harfenistin Astrid von Brück in der Flörsheimer St. Gallus-Kirche auf. ...weiter lesen...

Windsbacher Jubiläumssaison

NÜRNBERG (30. Juni 2010). Feste muss man feiern, wie sie fallen. Und Jubiläen auch, selbst wenn es sich dabei nicht unbedingt um richtig runde Jahrestage handelt: Doch dass der Windsbacher Knabenchor mit der Saison 2010/2011 in sein 65. Jahr startet und hier die 450. Motette singt, ist ein Grund zum Jubilieren in den höchsten Tönen. Und das tun die Windsbacher in den kommenden Monaten auf den wichtigsten Konzertpodien in Deutschland und Europa. ...weiter lesen...

151 Konzerte mit 180 junge Musikern in 42 Orten

MAINZ (29. Juni 2010). Fast scheint es, als wolle die rheinland-pfälzische Landesstiftung Villa Musica immer wieder neue Rekorde aufstellen: Derzeit werden mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten denn je gefördert. Nutznießer sind hierbei aber nicht nur die 180 jungen Musiker, sondern auch die Konzertbesucher: 151 Veranstaltungen in 42 Städten und Gemeinden des Landes stehen auf dem Saisonprogramm, das jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. ...weiter lesen...

Meisterhaft musiziertes Gotteslob

MAINZ – In weiser Voraussicht hatte der Bachchor Mainz sein Konzert mit der Marienvesper von Claudio Monteverdi (1567-1643) auf den späten Sonntagnachmittag vorverlegt, um diejenigen Musikliebhaber, die auch mit dem runden Leder liebäugeln, nicht vor schier unlösbare Probleme zu stellen. Und so konnte man an diesem Tag spielerische Höhepunkte erleben – gleich in welcher Disziplin. ...weiter lesen...

Mit rotem Schal und Schmusehuhn

MAINZ – Sie ist zweifelsohne die Oper schlechthin: Mozarts „Zauberflöte“ bietet mit dem Libretto von Emanuel Schikaneder nicht nur eine spannende Story, sondern auch eingängige Melodien, die es nicht zuletzt bis zum Pausenzeichen im Rundfunk oder heute – natürlich – Handy-Klingelton gebracht haben. Diesem KV 620 hat sich jetzt die Hochschule für Musik der Johannes-Gutenberg-Universität angenommen und gemeinsam mit dem Thüringischen Landestheater Rudolstadt eine sehens- und hörenswerte Variante inszeniert. ...weiter lesen...

Romantischer Farbenrausch

MAINZ – Auch wenn der Himmel die Dürre-Prophezeiungen des Elias nicht komplett umsetzte und die Mainzer Dächer während des Konzerts des Darmstädter Vocalensembles doch wohlwollend mit Regen benetzte, so ließ es die Interpretation des Oratoriums von Felix Mendelssohn-Bartholdy keinen Augenblick lang an Glaubwürdigkeit fehlen. ...weiter lesen...

Eine „ganz neue Stimme des 18. Jahrhunderts“?

MAINZ – Noch immer steht er im Schatten des übermächtigen Vaters Johann Sebastian und des ungleich populäreren Bruders Carl Philipp Emanuel: Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784). Dabei schlagen gerade seine Kantaten einen spannenden Bogen von der Orientierung am Konservativen bis hin zu revolutionär-musikalischem Denken in Richtung Klassik. Dieser kreative Freigeist war deutlich zu spüren, als jetzt in der Mainzer Augustinerkirche vier wieder entdeckte Kantaten zur Aufführung gelangten. ...weiter lesen...

Sepiafarben musiziert

MAINZ – Als das Licht erlischt und der erste Ton erklingt, wähnt man sich sogleich auf dem an diesem Abend besungenen „75-Pfennig-Platz“ in einem Lichtspielhaus der 1920er Jahre. Und sepiafarben tönt es von der Bühne der Mainzer Rheingoldhalle. ...weiter lesen...

Fesselnde Erzählung

MAINZ – „Und der Geist Gottes schwebte auf der Fläche der Wasser.“ Noch bevor der Chor diesen Satz anstimmt, setzt ihn das Mainzer Akademieorchester um. Aus dem weichen, sphärischen Klang schält sich das Wachsen heraus und kündigt Großes an: die Schöpfung – Hob. XXI:2 von Joseph Haydn in St. Stephan. ...weiter lesen...

Musikalischer Herbst 2010 der Philharmonie Merck

DARMSTADT (pi) – Zum achten Mal startet die Philharmonie Merck in ihre eigene Festival-Saison. 13 Konzerte mit elf Programmen, dargeboten von namhaften Solisten, Orchestern und Chören, finden von September bis Dezember 2010 an den Darmstädter Konzertorten Staatstheater, Stadtkirche und Centralstation sowie im Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt statt. ...weiter lesen...

Exquisite Vokalmusik am Mittelrhein

NEUWIED-ENGERS – RheinVokal hat sich als Schwerpunkt-Festival der Chor- und Gesangsliteratur mittlerweile voll etabliert und präsentiert sich auch 2010 mit ausgezeichneten Chören, Ensembles und Solisten. ...weiter lesen...

Stimmung satt durch Stimme pur

FRANKFURT-HÖCHST – In ihrem Song „Zwischenbilanz“ feixen die Wise Guys gegen alle, die „uns ungefragt kopieren und es permanent probieren, uns Ideen wegzuklauen“. Über das Stadium – übrigens bewusst – die Lieder der Kölner zu covern, ist die fränkische A cappella-Boygroup Viva Voce schon lange heraus und hat sich mittlerweile zu einem äußerst homogenen Klangkörper mit jugendlichem Verve entwickelt. Im ausverkauften Neuen Theater Höchst war dies einmal mehr zu erleben. ...weiter lesen...

Ein Sommer voller Musik

OESTRICH-WINKEL – Schon bevor das Rheingau Musik Festival am 26. Juni 2010 mit Gustav Mahlers zweiter Sinfonie – interpretiert von Camilla Tilling (Sopran), Lilli Paasikivi (Mezzosopran), den Chören des Bayerischen und Norddeutschen Rundfunks sowie dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks unter der Leitung von Paavo Järvi – beginnt, sind bereits 75 Prozent der Karten verkauft. ...weiter lesen...

Klassiker der Klassik

MAINZ – Mozart, Haydn, Beethoven. Diese Namen fallen mit Sicherheit, fragt man nach den „Klassikern“ der Klassik. Gleich zwei Mal widmen sich die Mainzer Meisterkonzerte in ihrer aktuellen Saison diesen Komponisten. ...weiter lesen...

Den Frühling herbeigespielt

BUDENHEIM – Dem Anspruch, begabten jungen Künstlern ein Podium zu geben, wurden die Veranstalter der Konzertreihe in Schloss Waldthausen – SWR2 und der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz – einmal mehr gerecht: Mit Alina Ibragimova (Violine) und Cédric Tiberghien (Klavier) präsentiert man erneut zwei viel versprechende Talente. ...weiter lesen...

Bach trifft auf Bigband

MAINZ – Sieht man augenzwinkernd mal davon ab, dass Johann Sebastian Bach (1685-1750) in vielen seiner Kompositionen bereits 200 Jahre zuvor die Swing-Ära „vorausahnte“, war es Mitte des 20. Jahrhunderts der Arrangeur Jacques Loussier, der jene musikalischen Elemente mit Hilfe von Schlagzeug und Bass offen hörbar freilegte. Bis heute hat dieser große Franzose viele Nachahmer gefunden, auch wenn das Original „Play Bach“ kaum zu erreichen ist. Es sei denn, man nähert sich dem Phänomen Bach und Swing von einer ganz anderen Seite – wie Manfred Sebastian Schmitt jetzt in der Mainzer Christuskirche. ...weiter lesen...

Musik für die Seele

MAINZ – Zu Beginn zwitschert wilde Konversation aus den Lautsprechern: Kinder und Erwachsene reden in einer fremden Sprache und drücken damit den einzigen Unterschied zum Publikum aus – es wird wohl größtenteils deutsch sprechen, ist aber ansonsten auch bunt gemischt. Jung und Alt fiebern der Gruppe „I Muvrini“ um die Brüder Alain und Jean-François Bernardini entgegen, die mit ihrem Deutschland-Gastspiel in der Christuskirche auch ihre Europa-Tournee eröffnete. ...weiter lesen...

Mit den Wise Guys auf „Klassenfahrt“

MAINZ – Als ob sie sich noch vorstellen müssten! „Wir sind die Wise Guys“, präsentiert Daniel „Dän“ Dickopf sich und seine vokalen Kombattanten in der ausverkauften Phönixhalle. Denn die obligatorische Publikumsbefragung nach dem dritten Lied bringt an den Tag: Es gibt noch immer eine Hand voll Gäste, die auf Verdacht ins Konzert kommen und offenbar noch nie was von den Kölner A cappella-Genies gehört haben wollen! ...weiter lesen...

Spiel von anmutiger Eleganz

MAINZ – Konzerte zu Weihnachten konzentrieren sich zumeist auf besinnliche Klänge oder festliche Oratorien wie Händels „Messiah“ oder Bachs Weihnachtsoratorium. Abseits der ausgetretenen Pfade rund um den Tannenbaum nahm das vierte Mainzer Meisterkonzert hier eine besondere Rolle ein, vereinte es doch feinfühlig beschauliche und sinfonische Klänge zu einem überzeugenden Ganzen. ...weiter lesen...

Rastlose Musizierfreude

BUDENHEIM – Die SWR2-Konzerte in Schloss Waldthausen haben sich mittlerweile fest im Veranstaltungskalender nicht nur der Mainzer Klassikszene etabliert. Ausverkaufte Abende werden dabei dank anspruchsvoller Interpreten von Musik aller Epochen garantiert – und ein Mal pro Saison eben auch mit einem „Schuss Verrücktheit“ im positiven Sinne. ...weiter lesen...

Ensemblegesang in Vollendung

RÜDESHEIM – Zum letzten Konzert der Saison 2009 präsentierte das Rheingau Musik Festival in der Abtei St. Hildegard mit dem Deutschland-Debüt des Ensemble „Stile Antico“ ein Adventskonzert von berückender Schönheit. ...weiter lesen...

Veni, veni Emmanuel...

WIESBADEN – Die englischen King’s Singers wurden im vergangenen Jahr 40 Jahre jung und gehören mit zu den bekanntesten und besten Vokal-Ensembles weltweit. Seit Beginn des Rheingau Musik Festivals sind sie immer wieder gern gesehene wie gehörte Gäste und sorgten auch in der Weihnachtssaison 2009 im Friedrich von Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses für ausverkaufte Reihen. ...weiter lesen...

Läufe schillern wie Perlenketten

MAINZ – Zum vorletzten Mainzer Meisterkonzert im Jahr 2009 konnten sich die Veranstalter über ein ausverkauftes Haus freuen, obwohl das Programm aus Dvořák und Smetana mit einem Hindemith „gewürzt“ war. Der jedoch – das „Concerto für Clarinet and Orchestra“ – wurde von Sabine Meyer und damit von einer der herausragenden Virtuosen ihres Fachs gespielt. ...weiter lesen...

Vielseitiger Weltenbürger

MAINZ – Noch immer macht sein Herz einen Sprung – 15 Minuten vor dem Auftritt in der Garderobe. Für Hermn van Veen scheint das Betreten der Bühne dasselbe zu sein wie für sein treues Publikum, das den Saal fast bis auf den letzten Platz füllt: ein Wiedersehen mit einem alten, lieben Freund. ...weiter lesen...

Entschwinden im Todesnachen

MAINZ – Die Liebe und die große Politik – sie vertragen sich einfach nicht. Auf der einen Seite soll Aeneas, dem brennenden Troja entkommen, in Italien ein neues Reich errichten, auf der anderen Seite empfängt ihn die phönizische Prinzessin Dido an Karthagos Gestaden freundlich. Dumm nur, dass sie Enthaltsamkeit gelobte und lieber stirbt, als dem Werben des Helden nachzugeben. ...weiter lesen...

Schneidige Fanfaren und wiegendes Schweben

Einem Konzert den Titel „Irrtum!“ zu geben, birgt die Gefahr, dem Rezensenten bei mangelhafter Leistung der Interpreten eine gewisse Steilvorlage für einen Verriss zu geben. Die Deutsche Staatsphilharmonie unter Karl-Heinz Steffens und vor allem die Violinistin des Abends, Mirijam Contzen, gaben indes keinerlei Anlass zu despektierlichen Äußerungen über das Gehörte. ...weiter lesen...

Ba-ba-dm-bab-babm-da

MAINZ – Nein, es handelt sich hier nicht um das versehentliche Vergessen des Blindtexts in der Überschrift, sondern um die adäquate Zusammenfassung des viertägigen Vocal Jazz Summit, das am Wochenende mit einem fulminanten Abschlusskonzert in der Phönixhalle zu Ende ging. ...weiter lesen...

Mit Bach und Sir James Galway im Pub

FRANKFURT – Im Programm wird er als der „irische Flöten-Großmeister“ tituliert, was auch auf sein Alter gemünzt sein könnte. Doch Sir James Galway spielt selbst noch knapp 70-jährig mit einer filigranen Selbstverständlichkeit, ja jugendlichen Frische, als sei das Instrument ein Körperteil von ihm. In der Frankfurter Alten Oper gastierte er jetzt mit den Festival Strings Lucerne unter der Leitung von Achim Fiedler. ...weiter lesen...

Zungenbrecher zum Mitsingen

MAINZ – A cappella ist out. In ist jetzt Vocal-Pop oder, wenn man deutsche Texte singt, Vokal-Pop. Dieses Genre pflegen die Wise Guys aus Köln nach eigenen Angaben lieber als „Oral-Musik“. Doch egal, wie sie das Kind nun nennen: Es macht seinen singenden Eltern und vor allem den „Freunden der Familie“ viel Spaß. Die zog es jetzt auf den Mainzer Domplatz, wo die Kölner dem Pendant aus rotem Sandstein zum 1000. Geburtstag gratulierten. ...weiter lesen...

Hell strahlende Polyphonie

Auch wenn die Musik des großen Vokalkomponisten Orlando di Lasso (um 1530-1594), einem der bedeutendsten Tonsetzer der Hochrenaissance, einen Repertoire-Schwerpunkt des gleichnamigen Vokalensembles bildet, blieben seine Werke im letzten Konzert des diesjährigen Mainzer Musiksommers ungesungen. In St. Johannis, dem ältesten Mainzer Gotteshaus, erklang dafür „Musik für den Papst“. ...weiter lesen...

Beschwingt und mit wuchtiger Dynamik

MAINZ – Ein Anliegen des Mainzer Musiksommers ist es, den Dreiklang aus Raum, Musik und hoher Kunst immer wieder hörbar zu machen. Und da dies mitunter bewusst an Orten geschehen soll, die man nicht zuvörderst mit Klassik in Verbindung bringen mag, lässt einen der jüngste Spielort schmunzeln, denn wo ist sie in Mainz mehr heimisch als in der Villa Musica? ...weiter lesen...

Experimentelle Klänge

Der Mainzer Musiksommer setzt auch in seinem elften Jahr darauf, dem Publikum neben dem Gefälligen und Bekannten immer wieder Neues vorzustellen, um die Zuhörer auf ein akustisches Terrain abseits der ausgetretenen Pfade zu locken. In diese Kategorie gehörte zweifelsohne auch das jüngste Konzert mit Nari Hong (Flöte) und Johannes Fischer (Percussion). ...weiter lesen...

La voix humaine

WIESBADEN – Für viele kommt sie der menschlichen Stimme am nächsten: die Viola da Gamba. Diesem Ideal fühlt sich auch das Marais Consort verpflichtet und nähert sich auf instrumentalem Wege der reinen Intonation eines klein und bestens besetzten Vokalensembles. Wie gut ihm das gelingt, zeigte das Zusammenspiel mit der Sopranistin Margaret C. Hunter in der Kirche St. Georg und Katharina im Rahmen des Rheingau Musik Festivals. ...weiter lesen...

Gespür für barocke Kleinodien

MAINZ – Mögen die Herren Bach und Händel auch die Bekannteren sein – für das Konzert des Ensembles La Beata Olanda, das im Rahmen des Mainzer Musiksommers ein weiteres Konzert in der St. Antonius-Kapelle gestaltete, spielten sie wortwörtlich nur die zweite Geige: Sehr viel interessanter als die Violinsonaten dieser beiden „Großen“ waren die Werke von den etwas älteren Johann Heinrich Schmelzer und Heinrich Ignaz Franz von Biber. ...weiter lesen...

Delikat dosierte Dynamik

MAINZ – Das Goethezitat zum Streichquartett von den vier vernünftige Menschen, die sich zu unterhalten scheinen, ist schon fast inflationär. Kontur bekommt dieser Satz, wenn diese vier Menschen sich der Quartette Joseph Haydns, in denen der Komponist einen deutlichen Akzent auf das gleichberechtigte Zusammenspiel der Musiker setzte, annehmen. ...weiter lesen...

Die Kunst der Schlichtheit

MITTELHEIM – In der Basilika von Schloss Johannisberg interpretierte das Ensemble Kantika ein Programm mit Gesängen aus dem Llibre vermell de Montserrat, den Cantigas de Santa Maria sowie dem Codex Las Huelgas und stellten somit mittelalterliche Kirchenmusik spanischer Provenienz vor. ...weiter lesen...

Denen Liebhabern zur Gemüths-Ergötzung

MITTELHEIM – Findet auf internationaler Ebene ein Gipfeltreffen statt, bedeutet das wochenlanges Brimbamborium, viel Polizei und zuweilen verschweißte Gullideckel. Das Rheingau Musik Festival macht um so etwas weit weniger Aufhebens: In der Mittelheimer Basilika St. Aegidius waren es jetzt zwei große Komponisten, die sich fanden: Johann Sebastian Bach und Jean-Marie Leclair. ...weiter lesen...

Erst mal allgemein verunsichert

NEUWIED-ENGERS – Die verwunderte Reaktion derer, denen man vom Konzert mit „EAV“ erzählte, fiel nahezu einstimmig aus: „Gibt’s die noch?“ Und ob! Das bewies die Truppe um Sänger Klaus Eberhartinger und den Gitarristen sowie Texter Thomas Spitzer im Rahmen ihrer „Best of-Tour“ vor barocker Kulisse mit einer rockigen Bühnenshow. ...weiter lesen...

Wie im Himmel

EBERBACH – Bachs Johannespassion im Hochsommer? Warum nicht, gilt das besungene Geschehen doch nicht nur an Gründonnerstag, Karfreitag und -samstag, sondern 365 Tage im Jahr. Und wenn BWV 245, wie jetzt zum Rheingau Musik Festival, von so herausragenden Interpreten gesungen wird, beantwortet sich die Frage von allein. ...weiter lesen...

Auf Kapsbergers Spuren zum Wesentlichen

EBERBACH – Hille Perl (Gambe) sowie Lee Santana und Steve Player (Chitarrone) bilden das Ensemble „Los Otros”, zu deutsch schlicht „Die Anderen”. Sie wählten diesen Namen voller Selbstironie, wurden die Künstler in ihren Anfängen doch immer „unter ferner liefen“ aufgezählt. Dieses Selbstverständnis als „Outlaws“ wirkt auch in ihrem Spiel: Wenn „Los Otros“ sich der Musik eines Kapsberger, Bonizzi oder Corbetta annimmt, klingt das alles andere als akademisch. Es klingt – eben anders. Und richtig gut. ...weiter lesen...

Ganz großes Theater

BINGEN – Das Festival RheinVokal hat sich mittlerweile als fester Partner der Spitzen der europäischen Chormusik etabliert, was sicherlich auch an der Dramaturgie der Programme liegt. Hier kredenzen Veranstalter und Interpreten ihren Gästen stets besondere musikalische Höhepunkte, wobei es vor allem immer wieder etwas zu entdecken gilt. Ein solches Konzert bot jetzt das schwedische Ensemble Harmony of Voices unter der Leitung von Frederik Malmberg mit „Oratorio barocco“ in der Binger Basilika St. Martin. ...weiter lesen...

Partita ohne Patina

JOHANNISBERG – Das Konzert „Bach: Das Klavierwerk“ war mit einer schlichten römischen 5 untertitelt: Konstantin Lifschitz hat einen weiteren Schritt auf seinem Weg, seinem Rheingauer Publikum den gesamten Zyklus des Thomaskantors vorzustellen, getan. Diesmal waren die Partiten BWV 825 bis 827 die Meilensteine. ...weiter lesen...

Auf den Flügeln des Gesangs

ANDERNACH – Im gediegenen Ambiente von Burg Namedy rückten Juliane Banse (Sopran) und der Liedpianist Wolfram Rieger neben Franz Liszt und Benjamin Britten vor allem Felix Mendelssohn-Bartholdy in den Mittelpunkt und schenkten sich und dem Publikum zum 200. Geburtstag des Komponisten ein wunderbares Konzert. ...weiter lesen...

Polyphone Klangfülle ohne Grenzen

BOPPARD – Im heutigen Wirtschaftsleben ist es eher ein Grund, die Korken knallen zu lassen, wenn ein Konkurrent, ein Mitbewerber ins Gras beißt oder wenigstens Insolvenz anmeldet. Die Komponisten der Renaissance hingegen schrieben tief erschüttert Trauergesänge auf ihre verstorbenen Kollegen. Eine solche Déploration stellte jetzt das Ensemble Cinquecento an den Schluss seines RheinVokal-Konzerts in der Karmeliterkirche zu Boppard. ...weiter lesen...

Wenn eine Kantorei himmlisch klingt

BOPPARD – Eine Kantorei bringt man in der sicherlich durch Ausnahmen bestätigten Regel nicht immer mit kultiviertem Kunstgesang in Verbindung, steht hier doch eher die Freude am gemeinsamen Musizieren im Vordergrund. Vereinen sich jedoch Kunst, Können und Begeisterung, dann mag auch ein solcher Chor geradezu Himmlisch klingen, wie das Konzert der „Himlischen Cantorey“ unter der Leitung von in St. Pankratius trefflich bewies. ...weiter lesen...

Folk ohne Folklore

NEUWIED – Satt leuchtet das Grün, das den Weg zur Abtei Rommersdorf säumt, nach diesem kräftigen Regenguss. Und warm glimmt die Abendsonne im gothischen Chor, in dem gleich „White Raven“ Lieder und Balladen aus Irland und Schottland vortragen und somit einen weiteren Farbtupfer ins Programm von RheinVokal 2009 setzen wird – stilistisch wie akustisch. ...weiter lesen...